Geschmackserlebnis

Mein Herz schlägt für Marmelade! In dieser Saison zum ersten Mal ausprobiert: Physalis-Mango-Marmelade! Die Mini-Physalis stammen aus meinem Garten *stolz*. Zugegeben, ich glaube, die Pflanze ist nicht besonders anspruchsvoll und begnügt sich mit einem humusreichen, sonnigen Plätzchen. Ich wählte das Hochbeet, weil Mini-Physalis braucht ja nicht viel Platz. Dachte ich mir – der Name trügt, die Pflanze wächst ganz schön ausladend, belohnt den/die GärtnerIn aber mit reicher Ernte. Die Andenbeeren, wie sie auch heißen, vertragen es gut ein paar Tage im luftigen Körbchen nachzureifen. So nun spanne ich euch nicht länger auf die Folter. Hier das Rezept für die exotic-frische Sommermarmelade:

350 g Physalis
350 g reife Mango
eventuell 1 reife große Nektarine
weil ich zeitgleich eine Handvoll gelber Himbeeren erntete, gab ich die auch dazu.
350 g Gelier-Zucker 2:1

Früchte in einen hohen Topf geben, Mango und Nektarine etwas zurecht schnippeln. Zucker dazu. Bei mittlerer Hitze warten bis etwas Saft aus den Früchten tritt und unter rühren aufkochen. Wenn die Früchte gar sind (dauert etwa 10-15 Minuten) mit dem Pürierstab mixen und heiß in die vorab ausgekochten Gläser füllen. Gläser verschließen und sofort auf den Deckel stellen, damit sich ein Vacuum bilden kann. Fertig!

Die Marmelade passt gut zu Käse und natürlich auf Toast oder Croissants!

Es ribiselt…

Aus der ersten Ribisel-Ernte, zu deutsch Johannisbeeren, ging sich ein „Mmh-herrlich-guter“-Kuchen aus. Die Kinder essen sie nicht so ratze-fatze, da Ribisel doch sehr säuerlich im Geschmack sind. Aber unter einer Baiser-Haube mit ordentlich Zucker drin, entfalten sie ein wunderbares Aroma. Ach, was red‘ ich, das Blech war im Nu leer geschmaust. Wer Lust zum Nachbacken hat, hier das Rezept:

280 g Mehl (funktioniert auch mit glutenfreiem Mehl!)
150 g Butter
50 g Staubzucker
3 Eidotter
1 EL Obers (süßer Rahm, Sahne)
1 Prise Salz
Zutaten zuerst miteinander verbröseln und dann rasch zu einem Mürbteig kneten. Den Teig auf Backpapier ausrollen. Am besten ein Stück Frischhaltefolie auf den Teig legen, damit er nicht am Teigroller festklebt. Teig bei 170 °C etwa 15-20 Minuten backen.

Für den Belag 200 g Ribisel von den Stielen abzupfen (Kinder gern mithelfen lassen, ist sonst so langweilig ;-). Die drei Eiklar zu Eischnee schlagen. Bevor der Schnee ganz fest wird, 200 g Staubzucker einrieseln lassen und weiter mixen. Die Ribisel auf dem vorgebackenen Teig verteilen, Eischnee darüber streichen und bei 180 °C Heißluft für etwa 15 Minuten fertigbacken. Gutes Gelingen!

Sweet Valentine

Zum Frühstück überraschte ich meinen Liebsten heute mit einem zuckersüßem Mini-Guglhupf. Gebacken natürlich bereits gestern Abend, als er mit Freunden unterwegs war. Und da Erdbeeren oft als Liebes-Obst bemüht werden, kamen sie kurzerhand in den Kuchenteig. Ich hab das mal vor einiger Zeit in einem Kochbuch aufgeschnappt und ein Rezept aus meiner „Süß- und Sündigmappe“ abgewandelt. Die Masse reicht für ca. 8 Mini-Guglhupf. Bleibt also noch genug für die restliche Familie 😉

Rezept:
Teig: 2 Eier getrennt, 130 g Staubzucker, 125 g glattes Mehl, 1 1/2 Teelöffel Backpulver, 1/8 l pürierte Erdbeeren, 1/8 l Öl
Glasur: ca. 50 g Staubzucker, ein paar Tropfen Zitronensaft und Himbeersirup

Das Eiklar zu Schnee schlagen. Zucker und Dotter schaumig mixen und dann langsam das Öl einlaufen lassen. Währenddessen weiter mixen. Die pürierten Erdbeeren unterrühren. Mehl abwechselnd mit dem Eischnee unterheben. Besonders flaumig werden die Küchleins wenn das Mehl über den Teig gesiebt wird. Teig in Silikon-Guglhupf-Formen füllen und bei 180 °C Heißluft ca. 20 Minuten backen. Wenn die Kuchen ausgekühlt sind die Glasur zubereiten. Zucker in eine kleine Schüssel geben und nur soviel Zitronen- & Himbeersaft dazu geben bis eine glatte, zähe Glasur entsteht. Die Gugelhupf-Kuchen mit Glasur und Streusel dekorieren.

Kleine Geschenke – schöne Freundschaften

Diese köstliche Apfel-Kürbis Marmelade habe ich bereits im Herbst eingekocht und nun kommt ihr großer Auftritt. Wir haben das Glück wirklich nette Nachbarn zu haben. Und weil ich weiß, dass das in einem Mehrparteien-Haus keine Selbstverständlichkeit ist, gibt es jedes Jahr zu Weihnachten ein kleines Dankeschön von uns.

Apfel-Kürbis Marmelade
600 g Äpfel (geschält)
400 g Kürbis (hier Hokkaido)
ca. 100 ml Apfelsaft
1 Stange Zimt
500 g Gelierzucker 2:1

Alle Zutaten in einem großen Topf aufkochen und ca. 10-15 Minuten kochen. Dann mit einem Pürierstab fein pürieren und sofort in Schraubgläser füllen. Die geschlossenen Gläser für ca. 10 Minuten auf den Deckel stellen, dann wieder umdrehen. Gutes Gelingen!

Wellness@home

Mal ehrlich: Wie oft gönnt ihr euch ein Wellnesswochenende? Selten? Eben, dachte ich es mir. Nun, bei mir ist das nicht anders (obwohl mein letztes Mal noch nicht lange zurückliegt *seufz*). Um die laaange Zeit bis zum nächsten Mal wohltuend zu verkürzen, habe ich mir Badepralinen gemacht. Wellness light für daheim – sozusagen. Das geht denkbar einfach und ist zudem günstig (gekaufte Badepralinen sind oft arg teuer).

Zutaten: 60 g Natron, 50 g Speisestärke, 60 g Kakaobutter, eine Messerspitze Kurkuma (dient nur zur Farbgebung), ätherisches Melissenöl (oder andere Duftnote)
Zubreitung: Natron, Speisestärke und Kurkuma in einer Schüssel gut vermischen. Aufpassen, dass kein Tropfen Wasser dazu kommt, sonst beginnt das Natron zu schäumen. Kakaobutter vorsichtig im Wasserbad schmelzen und ca. 5-8 Tropfen Melissenöl dazu geben. Nun die Kakaobutter zu den anderen Zutaten vorsichtig unterrühren bis eine klumpenfreie zähflüssige Masse entsteht. Diese Masse in Silikon-Pralinenformen gießen und im Kühlschrank aushärten lassen.

Mein Fräulein Hübsch war heute die Erste, die die Probe auf’s Exempel machte. Ein zarter Zitronenduft umhüllt sie und ihre sonst oft trockene Haut ist von der Kakaobutter geschmeidig weich. Mmmhh, so jetzt lass ich mir aber auch gleich eine Wanne ein!

Coconut Kiss

Heute zeigt sich endlich mal wieder die Sonne – nach gefühlten 15 Tagen Regen. Und weil heute Sonntag ist, eine frische Herbstbrise um unsere Naserl weht und weil Tee einfach besser mit Kleingebäck schmeckt, habe ich meine Lieben heute mit „Kokos-Busserl“ überrascht. Der Name ist typisch österreichisch – vielleicht sind sie euch eher unter Kokos-Makronen bekannt 😉 Sie schmecken jedenfalls einmalig: Außen knusprig und innen herrlich saftig. Ich bin ja eher die ruck-zuck Köchin und da passt dieses Rezept meiner lieben Omi herrlich ins Konzept.

Wer Lust hat nach zu backen, so einfach geht’s:

  • 3 Eiklar
  • 200 g Kokosraspel
  • 180 g Puderzucker
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 100 g Bio-Kuvertüre
  • etwas Obers

Die 3 Eiklar zu Schnee schlagen und den Zucker gut untermixen, sodass eine glänzende Creme entsteht. Zitronenschale und Kokosraspel unterheben. Die Masse in einen Spritzsack mit großer Tülle füllen und kleine Küsse auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech dressieren. Bei 170 ° C im vorgeheizten Backrohr (Heißluft) ca. 15 Minuten backen. Die Backzeit variiert je nach Ofen. Werft zwischendurch mal einen Blick auf die Busserl, damit sie nicht zu braun werden. Die ausgekühlten Kokos-Busserl mit Schokoglasur verzieren. Dazu ca. 100 g Bio-Kuvertüre mit einem guten Schuss Obers in einem Topf schmelzen lassen. Ich wünsch euch gutes Gelingen!

Curry-Fenchel á la Freudichkeiten

Dieses wunderbare Rezept habe ich auf Ursi’s Blog Freudichkeiten entdeckt und musste natürlich sofort ausprobiert werden. Auf den ersten Blick wirkt es aufwendig, aber ich kann euch sagen: „Es geht ruck-zuck!“. Wir haben heuer genug Fenchel aus dem Garten und meine Familie freut sich, dass das Gemüse endlich lecker süß-sauer auf den Teller kommt. Mein Foto ist aber nicht so fein gelungen – war ein „Schnellschuß“, bevor es zu gießen anfing 😉

Wir sind im Garten …

Meine Nähmaschine legt derzeit eine unfreiwillige Pause ein. Grund dafür ist unser Garten! Alles wächst so üppig, natürlich auch das Unkraut, und wir müssen ganz schön dahinter sein, dass nicht alles überwuchert wird. Der Einsatz lohnt sich jeden Fall und das Ernten kommt auch nicht zu kurz. Die Kinder freuen sich auf den täglichen Garteneinsatz, wobei sie lieber „Kräutersuppe“ mantschen als Unkraut rupfen.

vitaminkick2

Apropos „Suppe“, bei uns gab’s heute Minestrone:

1 kleine Zwiebel gehackt, klein geschnittenes Gemüse (1 halbe Zucchini, 1 halbe Melanzani *yes, aus dem Garten!*, 2 Karotten, 2 Tomaten), Parmesan, Suppenwürze, frisches Basilikum.

Die Zwiebel in etwas Olivenöl glasig dünsten. Mit 1 Liter Wasser aufgießen und die Suppenwürze einrühren. Gemüse dazu und aufkochen. Hitze reduzieren und ca. 10 Minuten köcheln. Zum Schluss erst die Tomaten dazu geben (bei sehr saftigen Tomaten die Kerne vorab entfernen). Mit gehobelten Parmesan und frischem Basilikum schmeckt’s uns am besten.

Melissen-Sirup für die helfenden Hände

Letzte Woche nutzen wir ein Sonnenfenster zum ernten der Zitronenmelisse. Daraus wurde mit Hilfe meiner Tochter 😉 und dem Wiener Zucker für Kräutersirup ein leckerer Sirup. Eine köstliche Erfrischung! Diese haben die vielen Helfer in unserem Ort auch bitter nötig, da auch bei uns das Donau-Hochwasser gewütet hat. Mein Liebster und ich halfen gestern beim Schlamm schaufeln. Es ist noch viel zu tun! Heute nachmittag gibts Saft und Kuchen für die zahlreichen Helfer.

flut

Mmmhh… Buchteln

Heute probierte ich endlich mal Oma’s Buchteln. Und, juhu, sie sind mir gut gelungen. Sie wurden noch lauwarm (so schmecken sie am besten) von meinen Gartenfreunden und unseren Kindern verputzt. Lecker! Buchteln, das sind mit Marmelade gefüllte Hefeteigkuchen… ähnlich wie Berliner oder Krapfen. Sie werden aber nicht frittiert sondern in einer „Rein“ – so nennt man das bei uns 😉 – im Ofen gebacken. Buchteln sind so typisch österreichisch, deshalb mag ich sie wahrscheinlich auch so gerne.